Weichheit ist wieder in Mode, und das ist nicht nur ein flüchtiger Trend. In einer Welt, die von Hektik, Bildschirmen und einer Reizüberflutung dominiert wird, sehnen wir uns zunehmend nach Interieurs, die nicht nur gut aussehen, sondern unser Wohlbefinden wirklich verbessern. Daher die wachsende Beliebtheit von Chubby- und Chunky-Stilen – Ästhetiken, die auf Rundheit, Übergröße und sinnlichem Komfort basieren. Dies ist Design, das auf Körper und Emotionen wirkt: Es beruhigt, umhüllt und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.
Weichheit feiert ein Comeback – und das ist nicht nur ein flüchtiger Trend. In einer Welt, die von Hektik, Bildschirmen und einer Reizüberflutung dominiert wird, sehnen wir uns zunehmend nach Interieurs, die nicht nur gut aussehen, sondern unser Wohlbefinden wirklich verbessern (darauf sind wir bereits in unserem Artikel über komfortable Interieurs hier eingegangen). Daher die wachsende Beliebtheit von Chubby- und Chunky-Stilen – Ästhetiken, die auf Rundheit, Übergröße und sinnlichem Komfort basieren. Dies ist Design, das auf Körper und Emotionen wirkt: Es beruhigt, umhüllt und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.
Obwohl beide Trends oft in einen Topf geworfen werden, unterscheiden sie sich in Charakter und Temperament. In diesem Artikel werde ich sie genauer unter die Lupe nehmen, erklären, warum sie eine so starke Wirkung auf uns haben und wie man sie bewusst, ohne Chaos oder willkürliche Entscheidungen, in die Inneneinrichtung integriert.
Immer häufiger spricht man in der Welt des Designs davon, Räume zu schaffen, die wie ein Schuss gute Laune wirken – zuerst Dopamin-Design und Color Drenching, und jetzt, deutlicher, Chubby- und Chunky-Stile in der Inneneinrichtung. Woher kommt die Beliebtheit dieser Trends? Interieurs voller kühner Formen, gesättigter Farben und ungewöhnlicher Proportionen sind nicht nur eine Laune des Stylisten, sondern Ausdruck eines authentischen Bedürfnisses nach Freude und sensorischem Reichtum in unseren Häusern.




In Trends begegnen Ihnen Begriffe wie chunky (massiv), chubby (prall, 'auf der schwereren Seite') oder plump design (rund, bauchig). Alle feiern Rundheit und Übergröße und verzichten auf scharfe Kanten. Der Unterschied liegt jedoch im Charakter der Form. Es lohnt sich, gleich eine klare Linie zu ziehen: Chubby und Chunky sind nicht dasselbe. Sie teilen eine gemeinsame Basis (Rundheit, weiche Formen, keine scharfen Kanten), unterscheiden sich aber im Temperament.
Chubby ist fröhlicher, 'praller', verspielter, farbenfroher – näher am Dopamin-induzierten Vergnügen.
Chunky ist massiver, 'betonartiger', optisch schwerer – oft ruhiger und monumentaler.
Bevor wir ins Detail gehen, werfen wir einen Blick auf die grundlegenden Merkmale dieser beiden Stile:
runde, pralle, weiche Formen mit einem 'bauchigen' Charakter
skulpturale Formen, die an aus Ton geformte Gebilde erinnern
ausgeprägtes Spiel mit Proportionen und leichte Übertreibung der Formen
häufiger Farbeinsatz: Pastelltöne, Burgunderrot, Rosttöne, Buttergelb, Pistazie
Glanz und Glasur (besonders bei Keramik und Accessoires)
Ästhetik nahe am Dopamin-Design – Freude, Leichtigkeit, Vergnügen
weiche Materialien: Bouclé, Velours, Plüsch, tief strukturierte Stoffe
Accessoires, die 'das Interieur machen', auch ohne Funktion (z.B. eine Vase ohne Blumen)
freundlicher, verspielter Charakter – Design, das ein Lächeln ins Gesicht zaubert
Fokus auf Sinne und Emotionen, nicht auf die Strenge der Form
massive, optisch schwerere Formen mit ruhigem Charakter
überdimensionale Formen mit deutlichem Gewicht und Stabilität
dicke Tischplatten, breite Sockel, solide Konstruktionen
weniger Betonung auf Farbe, mehr auf Material und Textur
natürliche Materialien: Holz, Stein, Keramik, Harz
ausgeprägte 'Substanzialität' der Formen, aber ohne Verspieltheit
keine scharfen Kanten, aber eine kompaktere, monumentalere Form
erdende, beruhigende Ästhetik, die ein Gefühl von Sicherheit vermittelt
Möbel und Accessoires, die Beständigkeit und visuelles Gleichgewicht schaffen
Design 'für Jahre', kein saisonaler Akzent
Dies ist eine wichtige Unterscheidung, denn sie ermöglicht es Ihnen zu entscheiden, ob Sie Dopamin-Freude (Chubby) oder erdende Ruhe (Chunky) in Ihr Zuhause einladen möchten – Sie können auch eine Mischung kreieren, aber wählen Sie bewusst.
Menschliche Gehirne sind psychologisch darauf 'programmiert', sanfte, abgerundete Formen zu bevorzugen – unser Unterbewusstsein assoziiert sie mit Sicherheit, Ruhe und Natur. Im Gegensatz dazu können scharfe, eckige Formen eine unbehagliche Wachsamkeit hervorrufen und potenzielle Bedrohungen signalisieren.
Kurven wirken auf uns wie das warme Licht eines Sonnenuntergangs: Sie beruhigen und ziehen an. Studien zeigen, dass abgerundete Formen visuellen Stress reduzieren und Belohnungszentren im Gehirn aktivieren. Das Fehlen scharfer Kanten bedeutet Harmonie und Trost für unsere Psyche.
Deshalb erfreuen Sofas ohne sichtbare Beine, dicht gewebte Stoffe oder pralle Vasen nicht nur das Auge – sie reduzieren tatsächlich Spannungen, helfen, die Aufmerksamkeit nach Stunden vor dem Bildschirm zu regenerieren, und schaffen einen Raum, den man nicht verlassen möchte.
In einer Welt, die von digitalen Reizen dominiert wird, setzen Designer zunehmend auf Elemente, die den Tastsinn und andere Sinne ansprechen. Dopamin-Design, Chubby- und Chunky-Stile sind eine Antwort auf das Bedürfnis, Interieurs zu schaffen, die nicht nur gut aussehen, sondern das Wohlbefinden wirklich verbessern.
Designer 'spielen' mit unserem Tastsinn und unserer Wahrnehmung und schaffen Formen, die man als Therapie für die Sinne bezeichnen kann. Die gemütliche Textur von Plüsch, die abgerundete Rückenlehne eines Sessels, die den Rücken umarmt, das warme Gewicht dicker Keramik in der Hand – all das schafft eine emotionale Verbindung zum Raum.
Der Chunky-Stil vermittelt ein Gefühl von Stabilität und Erdung. Der Chubby-Stil bringt mehr Freude, Weichheit und visuelle Leichtigkeit. Beide Ansätze schließen sich nicht gegenseitig aus – sie koexistieren oft in einem Interieur und ergänzen sich.




Es geht nicht nur um die Form, sondern auch darum, was wir unter unseren Fingerspitzen fühlen. Der Chubby-Stil liebt Stoffe mit 'Tiefe' – Plüsch, Velours, weiche Samtstoffe oder der mittlerweile ikonische Bouclé-Stoff, der die Designwelt gerade wegen seines gemütlichen Charakters erobert hat. Diese Stoffe schaffen eine weiche, umhüllende und sichere Atmosphäre im Interieur.
Dann gibt es noch spektakuläre Chunky-Strickwaren, das sind Decken aus dick gewebter Dochtwolle, die geradezu danach schreien, sich an einem kühlen Abend darin einzukuscheln. Plüschige, hochflorige Teppiche, schwere Veloursvorhänge oder Kissen mit flauschigem Flor – all diese reichen Texturen verstärken das Gefühl von Weichheit im Raum. Im Chubby-Stil ist der Tastsinn genauso wichtig wie der Sehsinn, und vielleicht sogar noch wichtiger.
Das ist eine gute Nachricht: Um den Chubby-Vibe einzufangen, müssen Sie nicht gleich Ihr gesamtes Sofa austauschen. Manchmal reicht ein starker, 'taktiler' Akzent: Kissen, ein Plaid aus einem Stoff mit einer ausgeprägten, substanziellen Textur oder ein Teppich.
Chubby liebt Stoffe, die man anfassen möchte: Bouclé, Plüsch, Velours, weiche Samtstoffe. Dicke, geschlungene Texturen schaffen eine gemütliche, umhüllende Atmosphäre. Hinzu kommen plüschige Hochflorteppiche, flauschige Kissen und Textilien, die optisch 'Volumen' haben.
Chunky verwendet Textur anders: dicke Gewebe (Chunky-Strick), schwerere Polsterstoffe, Naturholz, Stein, Keramik oder Harz. Hier ist der Eindruck von Solidität und Haltbarkeit wichtiger als Verspieltheit.




Wichtig ist, dass trotz ihres ausgeprägten Charakters sowohl der Chunky- als auch der Chubby-Stil überraschend vielseitig sind. Ein gut gewähltes Element kann den Charakter eines Raumes verändern und ein soft statement einführen – eine sanfte, dominante Form, die nicht erdrückt, sondern den Ton angibt. Beide Stile bleiben praktisch: großzügig dimensionierte Sofas und Sessel sind nicht nur Skulpturen zum Bewundern, sondern primär für den Komfort des Alltags konzipiert. Wie übersetzt sich diese Philosophie in konkrete Dekorelemente?
Polstermöbel sind die Grundlage dieses Stils.
Sofas und Sessel in der Chunky-Ästhetik sind massiv, oft niedrig – fast 'auf den Boden gegossen'. Chunky bedeutet 'satt' Formen: tief sitzend, ohne sichtbare Beine, breit, stabil. Die Form ist kompakter, optisch schwerer, oft in ruhigeren Farben. Diese Möbelstücke haben abgerundete Rückenlehnen und Armlehnen, die nahtlos in die Sitze übergehen, wodurch die Möbel wie eine durchgehende Wolke wirken. Obwohl sie viel Platz einnehmen und einen riesigen visuellen Eindruck machen, sind sie keineswegs klobig. Ganz im Gegenteil – sie laden dazu ein, sich vollständig hineinzubegeben. Chunky wirkt als Anker für das Interieur – es vermittelt den Eindruck, dass alles an seinem Platz ist. Dieser Komfort ist eher erdend als verspielt.


Chubby bei Polstermöbeln ist eine Form, die eher 'prall' als monumental ist: abgerundete Armlehnen, bauchige Formen, manchmal sogar 'aufgeblasene' Proportionen. Chubby liebt Farbe: Burgunderrot, Buttergelb, Pistazie, Rosttöne, Pastelltöne. Glanz erscheint oft in Details oder einer stärkeren, Dopamin-induzierenden Palette. Dies sind Möbelstücke, die Freude und Leichtigkeit in das Interieur bringen, auch wenn sie groß sind. Kräftige Farben betonen ihre weiche Form zusätzlich und verwandeln sie in moderne Wohnskulpturen. In Wohnzimmern werden solche 'satt' Sofas und Sessel oft zum zentralen Punkt der Anordnung. Dieser Trend neigt eindeutig zum Oversize – Möbel müssen ausladend sein, und 'überdimensionale' Sitze dominieren den Raum.
Prognosen für 2026 sagen voraus, dass große, abgerundete Sofas und Sessel die Interieurs erobern werden, die nicht nur ein Ort zum Sitzen, sondern auch ein Stil-Statement sind: eine Form funktionaler Skulptur im Raum. Wichtig ist, dass bei all dieser Pracht der Komfort im Vordergrund steht – diese großen Sofas sind nicht nur zum Bewundern da, sie dienen dem Körper. Nur wenige weiche Kissen und die richtige Anordnung können ein riesiges Ecksofa zum beliebtesten Ort im Haus machen.
Ein kleiner praktischer Hinweis: Chubby- und Chunky-Möbel 'singen' am besten, wenn man ihnen etwas Raum gibt. Dies ist kein Trend, der es mag, alle Stücke zusammenzudrängen – er funktioniert am besten, wenn es einen auffälligen Helden im Raum gibt.
Couchtische nehmen die Form von schweren Blöcken an – oft Zylinder, Würfel oder niedrige Quader mit abgerundeten Kanten. Die Beine von Esstischen sind dick und stark, manchmal so breit wie die halbe Tischplatte. Das Ganze vermittelt einen Eindruck von Solidität und Haltbarkeit. Dies sind Möbelstücke, die man ohne Angst anfassen oder intensiv nutzen kann – sie strahlen Stabilität aus wie Felsbrocken in einer heimischen Landschaft.
Gleichzeitig achten Designer darauf, dass diese Formen nicht erdrücken. Oft gibt es ein Element des Spiels mit Proportionen (z.B. ein sehr breites, pralles Bein und eine relativ dünne, abgerundete Platte) – das verleiht optische Leichtigkeit.
Auch die Materialien sind wichtig: Naturholz mit ausgeprägter Maserung, Stein mit abgerundeten Kanten, Keramik oder Harz. All dies verleiht dem Interieur ein angenehmes visuelles Gewicht – wir fühlen uns umgeben von langlebigen, 'erdenden' Objekten. Ein solcher solider Couchtisch oder eine Konsole ist das Gegenteil der filigranen Möbel vergangener Jahre; er ist eher ein einladender Begleiter, an dem man sitzen, eine Tasse Tee abstellen und sich 'zu Hause' fühlen kann.
Es ist auch gut zu bedenken, dass diese 'Erdung' wunderbar mit weichen Textilien harmoniert – ein massiver Tisch und ein flauschiger Teppich sind ein schnelles Rezept für einen Chubby-Vibe.
Tische im Chubby-Stil: Übertreibung und weiche Linien. Beim Chubby-Stil dreht sich bei Tischen alles um das Spiel mit Proportionen. Es gibt keinen Platz für zarte, durchbrochene Beine und zerbrechliche Formen: ein pralles Bein, abgerundete Kanten, manchmal Glanz, Lack, Keramik. Anstelle einer 'architektonischen' Konstruktion erscheint eine skulpturale Form, die etwas Leichtes und Humorvolles an sich hat. Diese Tische wirken oft als dekorativer Akzent – noch bevor man ein Buch darauf ablegt.
Tische im Chunky-Stil: solide Substanz und visuelles Gewicht. Der Chunky-Stil zielt darauf ab, einen Eindruck von 'Dicke' und visueller Schwere, aber auch Freundlichkeit zu erzeugen. Er ist das Gegenteil von filigranen Möbeln – er soll 'für Jahre' sein und ein Gefühl der Ruhe im Haus schaffen. Chunky bedeutet Zylinder, Würfel, niedrige Formen mit erheblicher Masse: dicke Platten, breite Sockel, Stein, Holz mit starker Maserung, Harz.




Der Trend zum Chubby- und Chunky-Design hat auch kleinere Dekorelemente verändert.
Chunky bei Accessoires bedeutet verdickte Wände, Solidität, dicke Ränder, Objekte, die sich substanziell in der Hand anfühlen. Chunky-Keramik – das heißt, Keramik mit bewusst verdickten Wänden und abgerundeten Formen – ist seit mehreren Jahren eine Sensation. Woran erkennt man, dass man einen Becher im Chunky-Stil in der Hand hält? Er ist schwerer, dicker, sein Rand ist abgerundet und angenehm stumpf – man möchte ihn einfach in den Händen halten. Hier geht es nicht um Glanz und Humor, sondern mehr um 'Substanz': Das Objekt soll langlebig und gut verarbeitet aussehen.
Bei Accessoires im Chubby-Stil hingegen herrschen Übertreibung, Glanz und Farbe vor. Keramik-Vasen oder Kerzenhalter in dieser Ästhetik sind oft mit einer glänzenden Glasur überzogen. Die glatte, spiegelnde Oberfläche reflektiert das Licht wunderschön und verleiht der Form noch mehr 'Saftigkeit'. Keramik- und Glasaccessoires im Chubby-Stil haben oft bewusst übertriebene Proportionen (z.B. eine kleine Öffnung und einen großen, abgerundeten 'Bauch' oder einen komisch überdimensionierten Henkel an einer Tasse), was ihnen einen verspielten Charakter verleiht. Prall gefüllte Vasen mit unregelmäßigen, organischen Formen schmücken Kommoden und Tische auch ohne Blumen – sie sind selbst Dekorationen. Diese Objekte sollen mit ihrer Textur und Form Aufmerksamkeit erregen, anstatt mit aufwendigen Verzierungen.
Hier lässt sich sehr einfach ein Layering-Effekt erzielen: ein abgerundetes, glänzendes Objekt plus ein weiteres mit matter Oberfläche, und darüber hochwertige Textilien. Chubby mag es, wenn das Interieur zum Anfassen, Streicheln, Umarmen einlädt.




Wenn Sie den Chubby-Vibe praktisch in Ihr Interieur bringen möchten, ohne eine komplette Umgestaltung und den Austausch aller Möbel, lohnt es sich, mit einzelnen, auffälligen Stücken zu beginnen. Der Chubby-Stil funktioniert wunderbar bei Accessoires und Details – sie sind der einfachste Weg, Weichheit, Freude und Sinnlichkeit in einen Raum zu bringen.
Dieses kleine Kunstwerk aus der von dem Duo Wang & Söderström entworfenen Kollektion beweist, dass ein Alltagsgegenstand auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Die Form des Kerzenhalters ist verspielt, organisch – er sieht aus, als hätte jemand die Form aus einer Tube Ölfarbe gedrückt oder aus bunter Knete geformt. Wir haben hier Pastelltöne (z.B. die 'Soft Yellow'-Version ist ein warmes Creme), abgerundete Wölbungen und eine fließende Linie – null Symmetrie oder Langeweile. Es steckt etwas kindliche Freude darin, aber in einer sehr raffinierten, designerischen Edition präsentiert.
Wie präsentiert man ihn? Es gibt zwei Möglichkeiten. Sie können ihn auf einen klassischen Kamin oder eine Kommode stellen – vor einem dezenten Hintergrund wird diese übertriebene Form und lebendige Farbe sofort ins Auge fallen und den Kerzenhalter zum Star der Anordnung machen. Aber er passt auch perfekt in die Mitte eines Tisches zwischen bunten Tellern und Gläsern – er wird ein verspielter Akzent in einer fröhlichen, familiären Umgebung sein. Trotz seiner geringen Größe bringt der Soft Kerzenhalter eine große Portion Charakter mit. Er hat eine glänzende Glasur, die die Kerzenflamme am Abend wunderschön reflektiert. Es ist der Beweis, dass Design sowohl künstlerisch als auch gemütlich sein kann – denn obwohl extravagant im Aussehen, dient es letztendlich dazu, eine warme, heimelige Atmosphäre zu schaffen.
Ein weiterer Vertreter der 'prallen' Familie von HAY, der zeigt, dass eine Vase keine Blumen braucht, um ein Interieur zu gestalten. Ihre Form ist eine pralle, skulpturale Interpretation des Chubby-Stils. Die Chubby Vase sieht aus, als wäre sie von Hand aus nassem Ton geformt und dann mit einer spiegelnden Schicht aus Olivgrün oder Zartgelb (je nach Farbversion) überzogen worden. Diese glänzende, glasige Oberfläche, gepaart mit der asymmetrischen Form, macht es schwer, den Blick davon abzuwenden. Es ist ein konkretes und ausdrucksstarkes Objekt – es verleiht dem Interieur allein durch seine Existenz Charakter.
Stellen Sie sie auf eine leere Konsole, auf eine Fensterbank oder auf eine Kommode im Wohnzimmer, und Sie werden sehen, dass der Raum sofort 'das gewisse Etwas' bekommt. Die W&S Chubby Vase passt perfekt sowohl in eine Umgebung einfacher Formen (als Hauptakzent) als auch in Gesellschaft anderer ungewöhnlicher Dekorationen, um eine Sammlung kleiner Heimskulpturen aufzubauen. Und obwohl es 'nur' ein Accessoire ist, trägt es die gesamte Philosophie des Chubby-Stils in sich: Es ist lustig, sinnlich und ein wenig überraschend – ideal, um das Auge jeden Tag zu erfreuen.
Die Kink Vase von Muuto ist eine zeitgenössische Interpretation der archetypischen Blumenvase, bei der traditionelles Handwerk auf eine spielerische, skulpturale Formensprache trifft. Ihre markante, doppelte Öffnung verleiht ihr eine auffällige, fast architektonische Form, die als künstlerisches Objekt im Raum wirkt – auch wenn die Vase leer steht.
Die weiche, abgerundete Linie und die subtile Übergröße der Form passen perfekt zur Chubby-Ästhetik: Es ist ein Objekt, das nicht aggressiv dominiert, sondern mit seiner 'Prallheit' und ruhigen Präsenz Aufmerksamkeit erregt. Die Satin-Glasur verleiht der Oberfläche eine subtile, samtige Haptik und betont den zeitgenössischen Charakter des Designs, was zur Interaktion anregt.
Die Kink Vase ist in zwei Größen erhältlich und funktioniert sowohl als skulpturaler Akzent auf einer Kommode oder einem Tisch als auch als funktionale Blumenvase. Sie ist ein Beispiel für Chubby-Design, das ästhetisches Vergnügen mit dem Alltagsgebrauch verbindet – ein Objekt, das auch dann schön ist, wenn es 'nichts tut'. Mehr über dieses Design erfahren Sie in unserem Artikel über Muuto-Vasen hier.




Obwohl der Chunky-/Chubby-Stil jetzt frisch wirkt, reichen seine Wurzeln bis in die wilden 60er und 70er Jahre in Italien zurück – eine Zeit einer wahren Schaumstoffrevolution in der Möbelherstellung. Die Erfindung des flexiblen Polyurethanschaums ermöglichte es Designern, starre Holzrahmen, Federn und Rosshaar zugunsten neuer Materialien aufzugeben, die eine beispiellose Formfreiheit boten.
Anstelle der 'Sprache der Vernunft' (d.h. reiner Funktion) wurde die 'Sprache der Emotion' angenommen – Möbel konnten endlich weiche, organische Formen annehmen, die sich dem Körper anpassten. Designikonen entstanden, die noch heute die Fantasie von Sammlern beflügeln: der Up5 Sessel mit Up6 Fußhocker von Gaetano Pesce (1969) – geformt wie eine weibliche Silhouette, bekannt als 'Big Mama', und das Soriana Sofa des Duos Afra & Tobia Scarpa, das wie eine riesige flauschige Stoffmasse aussieht, die von einer Metallklammer zusammengepresst wird. 1969 für Cassina entworfen, wurde es zum Symbol für freien, informellen Komfort und wurde für seine innovative Verwendung neuer Schaumstoffformtechniken mit dem Compasso d'Oro ausgezeichnet.
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Warum ist der pralle Stil dann jetzt mit solcher Wucht zu uns zurückgekehrt? Die Antwort liegt in unseren zeitgenössischen Bedürfnissen. In einer Welt, die mit Reizen überladen ist, eingetaucht in den kalten blauen Schein von Bildschirmen, ist das Zuhause zu einem persönlichen Heiligtum geworden. Wir suchen darin die Möglichkeit, innezuhalten und zur Ruhe zu kommen. Arrangements voller abgerundeter, weicher Formen assoziieren unbewusst mit Sicherheit – das Fehlen scharfer Kanten signalisiert, dass uns hier nichts schaden wird.
Pralle Möbel 'versüßen' den Raum buchstäblich und machen ihn zu unserem Zufluchtsort vom Alltag. Nach Jahren minimalistischer Dominanz wenden sich die Menschen Formen zu, die 'weicher und menschlicher' sind. Diese abgerundeten Silhouetten mit großzügigen Proportionen schaffen ein Gefühl von Wärme und Leichtigkeit, das eckigere Stile nicht bieten können. In einer Welt voller Hektik ist der wahre Luxus heute die Tiefe des Erlebnisses, nicht oberflächlicher Glanz. Chubby-Design reagiert genau auf dieses Bedürfnis – es bietet den Luxus der Ruhe. Wir sprechen von Objekten, die keine Eintagsfliege aus einem Katalog sind, sondern Investitionen in Lebensqualität. Abgerundete Sofas, massive Tische oder schwere, solide Vasen sind zeitlose Elemente – sie schaffen eine dauerhafte Sprache für unseren Raum, anstatt nur momentan ins Auge zu fallen.
Chubby-Stil ist kein weiterer flüchtiger Trend aus einem Katalog, sondern eine Strategie zur Gestaltung des Alltags. Es ist eine Philosophie, bei der wir uns mit Objekten umgeben, die unsere Emotionen und Sinne beeinflussen, zur Interaktion anregen und die häusliche Atmosphäre mitgestalten. Möbel und Dekorationen spielen nicht mehr die Rolle eines anonymen Hintergrunds – sie werden zu Begleitern unserer täglichen Rituale und schaffen gemeinsam die Atmosphäre des Zuhauses.
Also haben wir keine Angst vor Möbeln, die aussehen, als wollten sie uns… umarmen. Nach Jahren strenger Modernität entdecken wir wieder, dass Weichheit keine Laune, sondern ein Luxus des 21. Jahrhunderts ist. Wenn wahrer Komfort zu einer knappen Ware wird, entsteht der Chunky- und Chubby-Stil als Antwort auf den Wunsch nach Räumen, die uns dienen, nicht nur hübsch aussehen.
Chubby-Design ist Design für die Sinne, Herz und Geist. Es ist der Glaube, dass ein Zuhause nicht nur schön aussehen sollte – es sollte uns jeden Tag mit Weichheit und Ruhe empfangen. Denn ist es nicht der wahre Luxus heute, sich im eigenen Zuhause wirklich wohlzufühlen?
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